Allgemeine Informationen zum Thema Malaria

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Malaria, auch Sumpffieber oder Wechselfieber genannt, fordert nach Angaben des Berliner Robert-Koch-Instituts pro Jahr bis zu 2,7 Millionen Todesopfer, etwa die Hälfte davon sind Kinder unter fünf Jahren . Die Erreger der Krankheit sind einzellige Organismen, die Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke durch einen Stich auf den Menschen übertragen. Bislang galten nur vier Erreger-Arten als für Menschen gefährlich, jedoch weisen neue Forschungsergebnisse darauf hin, dass ein weiterer Stamm, der bislang hauptsächlich als für Affen gefährlich galt, auch in größerer Zahl als bislang angenommen humanpathogen ist. Das „Plasmodium falciparum“ ist dabei der klinisch bedeutsamste und bedrohlichste Erreger, er löst „Malaria tropica“ aus. 90 Prozent aller Malariaerkrankungen gehen auf ihn zurück. Die Anopheles-Mücke überträgt das Plasmodium beim Stich auf den Menschen. Die Gefahr, sich in einem Malariagebiet zu infizieren ist umso größer, je mehr Mücken dort die Plasmodien in sich tragen und je häufiger man von diesen Mücken gestochen wird. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist jedoch nicht möglich. In den Tropen ist die Gefahr einer Erkrankung relativ hoch, bisher sind Malariainfektionen in circa 100 verschiedenen Staaten nachgewiesen worden. Somit leben etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung in Malariagebieten. Die Krankheit macht der Menschheit wohl schon seit mehr als 3.000 Jahren zu schaffen; an in Ägypten gefundenen Mumien haben Forscher feststellen können, dass Malaria die Todesursache war.